Kurz und knapp

  • Mit der Funktion „Live-Mithören“ können Sie AirPods in Verbindung mit einem iPhone als einfache Hörhilfe im Alltag nutzen.
  • Diese Lösung eignet sich vor allem für Menschen mit leichter Hörschwäche, die in bestimmten Situationen besser hören möchten.
  • AirPods bieten zwar Vorteile wie einen günstigeren Preis, Multifunktionalität und diskrete Nutzung, stoßen aber bei medizinischer Hörversorgung schnell an ihre Grenzen.
  • Sie lassen sich nicht individuell anpassen, haben eine begrenzte Akkulaufzeit und werden nicht von der Krankenkasse bezuschusst.
  • Für dauerhafte oder stärkere Hörprobleme empfehlen wir bei Hörsysteme Mengede eine professionelle Beratung und individuell angepasste Hörgeräte.

Airpods als Hörgeräte

Airpods als Hörgeräte nutzen
AirPods verstärken Geräusche per iPhone-Funktion für besseres Hören

Immer mehr Menschen entdecken neue Möglichkeiten, ihr Hörvermögen mit moderner Technik zu unterstützen, ganz ohne klassische Hörgeräte. Eine besonders spannende Entwicklung: Sie können AirPods als Hörgeräte nutzen.

Dabei geht es nicht um eine medizinisch zertifizierte Hörhilfe, sondern um eine praktische Funktion für den Alltag. In Kombination mit einem iPhone und der Funktion „Live-Mithören“ lassen sich Umgebungsgeräusche direkt über die AirPods verstärken. Die Mikrofone des iPhones nehmen dabei Geräusche auf und leiten sie in Echtzeit an Ihre AirPods weiter.

Wie funktionieren AirPods als Hörhilfe?

Wenn Sie AirPods als Hörgeräte nutzen möchten, geschieht das über eine clevere Funktion namens „Live-Mithören“, die direkt in Ihr iPhone integriert ist.

Technisch funktioniert das so: Ihr iPhone nutzt sein integriertes Mikrofon, um Geräusche in der Umgebung aufzunehmen. Diese werden in Echtzeit verstärkt und an Ihre AirPods weitergeleitet. So hören Sie Gespräche, Stimmen oder andere Geräusche deutlicher, fast wie mit einer einfachen Hörhilfe.

Die Einrichtung ist unkompliziert. So aktivieren Sie „Live-Mithören“:

  1. Öffnen Sie die Einstellungen auf Ihrem iPhone.
  2. Gehen Sie zu Bedienungshilfen.
  3. Wählen Sie Hörhilfen aus.
  4. Tippen Sie auf Live-Mithören und aktivieren Sie die Funktion.

Sobald „Live-Mithören“ aktiviert ist und Ihre AirPods verbunden sind, können Sie das iPhone-Mikrofon gezielt ausrichten, zum Beispiel in Richtung einer sprechenden Person, und den Ton klar über die AirPods hören.

Diese Funktion zeigt, wie Sie AirPods als Hörgeräte nutzen können, wenn auch mit gewissen Einschränkungen. Für gezielte Hörunterstützung im Alltag kann sie jedoch durchaus hilfreich sein.

Unterschiede zwischen AirPods und klassischen Hörgeräten

Auf den ersten Blick scheinen AirPods eine praktische Alternative zu klassischen Hörgeräten zu sein, doch bei genauerem Hinsehen zeigen sich deutliche Unterschiede.

Bauweise & Tragekomfort

AirPods wurden in erster Linie für Musik und Telefonate entwickelt. Sie sitzen locker im Ohr und sind darauf ausgelegt, bequem zu tragen, allerdings nicht über viele Stunden hinweg. Klassische Hörgeräte hingegen sind speziell für den Dauereinsatz konzipiert. Sie sind deutlich kleiner, unauffälliger und lassen sich individuell an das Ohr anpassen.

Klangqualität & Sprachverständlichkeit

Wenn Sie AirPods als Hörgeräte nutzen, kann die Klangverstärkung zwar hilfreich sein, aber sie ist nicht speziell auf Ihre persönliche Hörkurve abgestimmt. Hörgeräte hingegen werden exakt auf Ihr Hörprofil eingestellt. Dadurch erreichen sie ein deutlich besseres Sprachverständnis, gerade in lauter Umgebung oder bei mehreren Gesprächspartnern.

Medizinische Anpassung bei Hörgeräten

Ein wesentlicher Unterschied liegt in der professionellen Anpassung. Hörgeräte werden von Hörakustikern wie uns bei Hörsysteme Mengede exakt auf Ihre Hörbedürfnisse eingestellt. Dazu gehören umfassende Hörtests, Feinanpassungen und regelmäßige Kontrollen. AirPods bieten diese Möglichkeit nicht, da sie keine medizinischen Geräte sind.

Batterielaufzeit und Alltagstauglichkeit

Auch die Akkulaufzeit unterscheidet sich deutlich. AirPods müssen nach wenigen Stunden wieder in die Ladeschale. Moderne Hörgeräte hingegen halten, je nach Modell, oft mehrere Tage mit einer einzigen Batterie oder Akkuladung durch. Zudem sind sie robuster, wassergeschützt und für den täglichen Gebrauch optimiert.

Nachteile und Grenzen der AirPods als Hörgeräte

So praktisch es auch klingt, AirPods als Hörgeräte zu nutzen, ganz ohne Einschränkungen funktioniert das leider nicht. Denn die Funktion „Live-Mithören“ bietet nur eine begrenzte Unterstützung, die mit klassischen Hörgeräten nicht vergleichbar ist.

Keine individuelle Anpassung an das Hörvermögen

Ein wesentlicher Nachteil: AirPods lassen sich nicht auf Ihre persönliche Hörkurve einstellen. Während echte Hörgeräte von Hörakustikern wie uns bei Hörsysteme Mengede exakt auf Ihre Hörbedürfnisse abgestimmt werden, bleibt die Verstärkung bei AirPods immer pauschal. Feinanpassungen, wie sie bei Hörsystemen möglich sind, gibt es hier nicht.

Begrenzte Akkulaufzeit

AirPods müssen regelmäßig aufgeladen werden, meist schon nach wenigen Stunden Nutzung. Das kann im Alltag schnell zur Herausforderung werden, vor allem wenn Sie länger auf eine Hörhilfe angewiesen sind. Klassische Hörgeräte bieten hier eine deutlich längere Laufzeit und sind zuverlässiger.

Keine Krankenkassen-Zuschüsse

Wenn Sie AirPods als Hörgeräte nutzen möchten, müssen Sie die Kosten selbst tragen. Im Gegensatz zu medizinisch anerkannten Hörsystemen, die von der Krankenkasse bezuschusst werden, gelten AirPods als Unterhaltungselektronik und sind nicht erstattungsfähig.

Verzögerungen oder Nebengeräusche möglich

Die Funktion „Live-Mithören“ arbeitet in Echtzeit, dennoch kann es zu leichten Verzögerungen kommen. Auch Nebengeräusche oder Rückkopplungen sind nicht ausgeschlossen. Bei professionellen Hörgeräten hingegen sorgen ausgeklügelte Technologien für ein möglichst klares und störungsfreies Hörerlebnis.

Kurz gesagt: Wer AirPods als Hörgeräte nutzt, sollte sich der technischen und funktionellen Grenzen bewusst sein. Sie können in bestimmten Alltagssituationen hilfreich sein, ersetzen jedoch keine individuell angepasste Hörlösung vom Fachmann.

FAQ

AirPods als Hörgeräte zu nutzen, kann eine sinnvolle Lösung für Menschen mit leichter Hörschwäche sein, insbesondere wenn sie nur gelegentlich Unterstützung beim Hören benötigen. Auch für technisch Interessierte, die sich langsam an das Thema Hörhilfe herantasten möchten, kann diese Möglichkeit interessant sein.

Für Menschen mit mittlerer bis starker Schwerhörigkeit oder bei medizinischen Hörproblemen ist diese Lösung jedoch nicht geeignet. In solchen Fällen ist eine professionelle Versorgung mit individuell angepassten Hörgeräten unbedingt notwendig.

Nein, AirPods sind keine medizinisch anerkannten Hörsysteme. Sie bieten lediglich eine begrenzte Unterstützung im Alltag, verfügen jedoch nicht über die feine Abstimmung, die ein richtiges Hörgerät auszeichnet. Eine dauerhafte Lösung bei Hörverlust sind sie nicht.

Besonders die AirPods Pro ab der zweiten Generation haben sich hier bewährt. Sie bieten die Funktion „Live-Mithören“ und ermöglichen eine gewisse Geräuschkontrolle. Das kann in bestimmten Alltagssituationen hilfreich sein, ersetzt jedoch keine professionelle Hörgeräteversorgung.

Nein, die Krankenkassen übernehmen die Kosten für AirPods nicht. Da sie nicht als medizinische Hörgeräte gelten, sondern zur Unterhaltungselektronik zählen, besteht kein Anspruch auf eine Kostenübernahme.

Ja, die gibt es. Wer dauerhaft unter Hörproblemen leidet, sollte sich nicht auf eine technische Notlösung verlassen. Ein unbehandelter Hörverlust kann sich verschlechtern, wenn er nicht fachgerecht versorgt wird. Deshalb gilt: Bei anhaltenden Hörproblemen ist ein Besuch beim HNO-Arzt oder bei uns bei Hörsysteme Mengede dringend zu empfehlen. Nur so lässt sich Ihr Gehör zuverlässig und individuell unterstützen.

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Mitarbeiterin

Zainab Ismail
(Filialleitung)

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